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Geschichte

Die Kreuzigung Kubas

40 Jahre US-Terror und Embargo

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Der US-Staatsterror gegen Kuba übersteigt den nordirischen, baskischen und arabischen Terrorismus bei weitem Der Begriff “Terror” kam Ende des 18. Jahrhunderts in Gebrauch. Gemeint war Staatsterror - staatliche Gewalt gegen die eigene Bevölkerung. Heute hat sich die Bedeutung des Begriffs gewandelt. Die Anwendung staatlicher Gewalt gilt nicht mehr als Terror. Kriege werden offiziell nicht mehr geführt, um zu erobern, sondern werden als “humanitäre Interventionen” maskiert, geführt in “Selbstverteidigung” gegen “Schurkenstaaten” im “Krieg gegen den Terrorismus” zum “Schutze der nationalen Sicherheit”.

Der Krieg gegen den Irak war amerikanischen Medien zufolge kein terroristischer Akt, sondern ein legitimer Schlag gegen den internationalen Terrorismus und die Gefahr der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen. Mehr noch: Der Widerstand von Teilen des irakischen Volkes gegen die amerikanische Besatzung gilt als Terrorismus, nicht aber der Feldzug selbst, bei dem nach Medienberichten zwischen 15 000 und 55 000 Iraker ums Leben gekommen sind. Besäßen die Rechtsprinzipien, nach denen die Naziverbrecher in Nürnberg verurteilt worden waren, auch nur den Hauch einer Bedeutung, Bush müsste gehängt werden.

Dass gälte dann ebenso für einen von Bushs Vorgängern im Oval Office: für Präsident John F. Kennedy, dem die zweifelhafte Ehre zuteil wird, für die bisher umfangreichste Terroroperation in der langen und blutigen Geschichte des internationalen Verbrechens verantwortlich zu sein: Operation MONGOOSE und den Staatsterror der USA gegen die kleine Karibikinsel Kuba.

(Über Schätzungen irakischer Opfer berichtete der britische Guardian: “Irak-Invasion kostete bis zu 15 000 Tote”, The Guardian, 29. Oktober 2003; Die britischen Hilfsorganisationen Medact und Oxfam sprechen in ihren Berichten von bis zu 55 000 Toten, The Age, 12. November 2003) Kubanische Revolution stürzt Diktator Batista Im Januar 1959 kam es auf Kuba zur Revolution. Die von Fidel Castro angeführte Rebellenarmee rückte auf Havanna vor und fegte das von den USA unterstützte Unrechtsregime von Diktator Fulgencio Batista aus dem Amt.

Zwei Monate später trat in Washington der Nationale Sicherheitsrat zu einer ersten Krisensitzung zusammen. Man wurde sich schnell einig: Castro sollte gestürzt, der Revolution ein schnelles Ende gemacht werden. Im Mai begann der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA auf Geheiß der US-Regierung, Castro-Gegner auf Kuba mit Sprengstoff und Schnellfeuergewehren zu beliefern.

US-Regierung beschließt Sturz Castros Im Oktober beschlossen die Liberalen im US-Außenministerium, denen später vorgeworfen wurde, zu spät gegen Castro gehandelt zu haben, den Sturz des populären Revolutionsführers. In einem Strategiepapier über den Regimewechsel heißt es: “Unsere Geschäftsinteressen auf Kuba wurden schwer beschädigt [Castro hatte jeden ausländischen Besitz verstaatlicht].

Die Vereinigten Staaten können nicht kapitalistisches Wirtschaften in Lateinamerika fördern und gleichzeitig mit dem Castro-Regime kooperieren.” Am 18. Januar trat im CIA-Hauptquartier eine geheime Einsatzgruppe zusammen und begann mit der Ausarbeitung von Angriffsplänen gegen Kuba. Diese wurden am 14.

März an das Büro von Präsident Eisenhower weitergeleitet. Der traf sich drei Tage später mit CIA-Chef Allen Dulles und genehmigte die Aktion. In dem Dokument heißt es wörtlich: “Ziel dieses Programms ist die Ersetzung des Castro-Regimes mit einer Regierung, die den wahren Bedürfnissen des kubanischen Volkes verpflichtet und für die Vereinigten Staaten akzeptabel ist. Bei der Durchführung der Operation soll jeder Anschein vermieden werden, es handelte sich dabei um eine US-Intervention.”

Geplant wurde außerdem die Ermordung Castros und anderer hochrangiger kubanischer Politiker. Castro überlebte insgesamt acht Attentate, ausgeführt von Agenten der CIA in Zusammenarbeit mit der US-Mafia. Eines dieser Komplotte wurde an dem Tag in die Wege geleitet, an dem Präsident Kennedy ermordet wurde.

(Über den Zeitpunkt der formalen Entscheidung der US-Regierung, Castro zu stürzen, siehe z.B.: Jules Benjamin, The United States and the Origins of the Cuban Revolution: An Empire of Liberty in an Age of National Liberation, Princeton: Princeton University Press, 1990, S. 186-189, 207) Weiter zum 2. Teil: Kennedy und die Operation MONGOOSE Dossiers Die alternde Ge- sellschaft Einwanderung Planet Erde:

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