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Persönlichkeiten

Dietrich Bonhoeffer

Widerstehen aus christlicher Überzeugung

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Einleitung und Übersicht

Der protestantische Pastor Dietrich Bonhoeffer war ein entschiedener Gegner des nationalsozialistischen Hitler-Regimes gewesen. Er trat ein für die Werte der Demokratie, bürgerliche Freiheiten und wehrte sich entsch lossen gegen die Rassenlehre der Nationalsozialisten.

Sein fester Glaube an den Wert jedes Menschen, die Würde und Unantastbarkeit eines jeden Einzelnen zeigte sich in seiner mutigen Gegenwehr gegen die Hitlerpartei. 1. Einführung Dietrich Bonhoeffer wurde 1906 geboren und starb 39 Jahre später im Konzentrationslager Flossenbürg. Der einführende Text liefert eine knappe Einführung in das Leben des Dietrich Bonhoeffer. Die einzelnen Lebensstationen werden in den anschließenden Kapiteln Eltern und Geschwister Dietrichs Vater Karl Bonhoeffer war ein angesehener und vielgeachteter Psychiater und Neurologe gewesen. Dietrichs Mutter Paula, eine sehr musisch veranlagte Frau aus einer alten Theologenfamilie, hatte das Lehrerinnenexamen gemacht und unterrichtete ihre Kinder in den ersten Schuljahren selbst.

Kindheit Dietrich und seine Zwillingsschwester Sabine wurden 1906 in Breslau geboren. 1912 zog die zehnköpfige Familie Bonhoeffer von Breslau nach Berlin um. Dietrichs Vater übernahm in der Hauptstadt des deutschen Reiches die Leitung der Berliner Universitätsklinik Charité. Dieses Kapitel behandelt kurz die Herkunft Studium 1923 begann Dietrich Bonhoeffer in Tübingen Theologie zu studieren. Später wechselt er nach Rom, bevor er nach Berlin zurückkehrte, um sein Studium zu beenden.

Dieses Kapitel spannt den Bogen angefangen bei Dietrich Bonhoeffers Studienbeginn in Tübingen, über seine Vikarszeit in Barcelona bis hin zu seiner Anstellung als Privatdozent an der freien Universität Berlin. Bekennende Kirche 1933 gründete der protestantische Priester und ehemalige U-Boot Kommandant Martin Niemöller den Pfarrernotbund. Der Notbund unterstützte regimekritisch eingestellte Geistliche, die von der Geheimen Staatspolizei schikaniert wurden. Später erwuchs aus dieser Organisation die Bekennende Kirche. Dietrich Bonhoeffer wurde später einer der leitenden Köpfe und leitete ein Predigerseminar der Bekennenden Weg in den Widerstand Dietrich Bonhoeffers Glaubenshaltung stand dem Treiben der Nazis diametral gegenüber. Schließlich willigte er ein, sich subversiv in der Untergrundarbeit zu engagieren.

Verhaftung, Gefangenschaft und Tod Bonhoeffers Tun flog auf. Er wurde im Frühjahr 1943 festgenommen und zunächst im Gefängniskeller der Geheimen Staatspolizei in der Prinz-Albrecht-Strasse inhaftiert. In den letzten Kriegsmonaten wurde er mit gemeinsam mit weiteren prominenten Häftlingen in das KZ Flossenbürg gebracht und dort am 9. April 1945 umgebracht.

Werke Eine Auswahl von Werken von und Links Links im Internet zu Dietrich

Einführung

Der protestantische Pastor Dietrich Bonhoeffer war einer der entschiedensten Gegner des nationalsozialistischen Regimes gewesen. Er trat ein für die Werte der Demokratie, bürgerliche Freiheiten und wehrte sich entschieden gegen die Rassenlehre der Nationalsozialisten. Sein fester Glaube an den Wert jedes Menschen, die Würde und Unantastbarkeit eines jeden Einzelnen zeigte sich in seiner mutigen Gegenwehr gegen die Hitlerpartei.

Die Nazis erklärten den Arier zum Herrenmenschen. Behinderte und geistig Verwirrte waren für sie Menschen zweiter Klasse. Sinti und Roma, Zeugen Jehovas und vor allem Juden verschleppten sie in Konzentrationslager und Vernichtungsorgeln. Dies alles konnte Bonhoeffer nicht gelten lassen. Schon früh schien er die wahren Absichten der Nationalsozialisten durchschaut zu haben.

Im Sommer 1932, wenige Tage vor dem großen Sieg der NSDAP bei den Parlamentswahlen warnte er ausdrücklich: “Der Sieg der Hitlerpartei hätte unabsehbare Konsequenzen nicht nur für die Entwicklung des deutschen Volkes, sondern für die Entwicklung der ganzen Welt”. 1 Später, als seine Befürchtung Gewissheit wurde, sprach er weiter offen aus, was er dachte. Das war mutig, weil lebensgefährlich. Bereits wenige Jahre später, Hitler war längst Reichskanzler, war die Gesellschaft streng nach Parteivorgaben durchorganisiert.

Parteien waren beseitigt, Kirche und Wehrmacht auf gemeinsame Linie eingeschworen worden. Auf der Arbeit, im Kirchenchor oder in der Nachbarschaft, überall konnten Spitzel sein. Die Geheime Staatspolizei schien ihre Augen überall zu haben. Für Widerständler wurde die Luft immer dünner.

Probleme bereitete vor allem die Kontaktaufnahme untereinander, da man niemandem trauen konnte. Widerstand war praktisch unmöglich geworden. Trotzdem fanden sich immer wieder Einzelne, die meist unerkannt den Verfolgten Unterschlupf gewährten und so humanitäre Hilfe leisteten. 2 Letztlich blieben diese Aktionen, wie auch andere spektakuläre Attentate auf Hitler ohne Wirkung.

Allein die Gruppe de s “20. Juli” (Diese Gruppe bestand aus mehreren kleinen Zirkeln. Die Getreuen um den Grafen von Staufenberg versuchten Hitler am 20. Juli 1944 mit einer Bombe zu töten, was ihnen misslang), zu der Bonhoeffer Kontakt hatte, wären eine Gefahr für Hitler geworden. Denn nur sie hatten Kontakt bis hinauf in höchste Kreise des Beamtentums, der Kirche und des Militärs. Nur sie wären unter Umständen dazu in der Lage gewesen, eine wirksame Opposition aufzustellen. 3 Dietrich Bonhoeffer war politisch unabhängig. Er war Studentenpfarrer in Berlin später Leiter des Priesterseminars der Bekennenden Kirche in Finkenwalde gewesen. Doch er war weitgehend allein. Er geno ss nicht dieselbe Immunität wie etwa prominente Bischöfe oder katholische Kardinäle.

Einen Bischof oder Kardinal, eine in der Öffentlichkeit bekannte und geachtete Person, hätte man nicht so ohne weiteres mundtot machen können. Das hätte zu viel Wirbel gegeben. Anders dagegen bei Bonhoeffer. Er konnte auf keine breite Unterstützung bauen und war dagegen weitaus angreifbarer und verletzbarer.

Gerade das macht den Einsatz Einzelner und kleiner Gruppen um so bewundernswerter. Sie genossen nicht den Schutz und die Immunität großer Organisationen wie hohe Tiere der Kirche, des Beamtentums oder des Militärs. Bonhoeffers Engagement für den Widerstand war nicht von Erfolg gekrönt. Er wurde verhaftet und inhaftiert. Aus seiner Zelle in Berlin-Tegel schrieb er Briefe und private Dokumente von großer zeitgeschichtlicher Bedeutung. 4 Seine Worte offenbaren den Glauben an ein Christentum, das sich engagieren, das sich wehren mu sste.

Folgerichtig ging er diesen Weg dann auch bis zum Schluss, bis an den Galgen von Flossenbürg und verabschiedete sich mit den Worten: “Das ist das Ende. Für mich der Beginn des Lebens”. Literaturhinweise: 1. Bethge, Eberhard (Hrsg.): Dietrich Bonhoeffer - Gesammelte Schriften. München 1958 - 1974. Bd. 6, S.244.

  1. Ger van Roon: Widerstand im Dritten Reich. München 1998. S. 30 ff. 3. Theodore S. Hamerow: Die Attentäter. Der 20. Juli - von der Kolloboration zum Widerstand. München 1999. 4. Eberhard Bethge (Hrsg.): Dietrich Bonhoeffer - Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft. Güthersloh 1994.

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